{"id":1990,"date":"2026-04-19T08:50:47","date_gmt":"2026-04-19T08:50:47","guid":{"rendered":"https:\/\/pcsupporthuerzeler.ch\/?p=1990"},"modified":"2026-04-19T08:50:47","modified_gmt":"2026-04-19T08:50:47","slug":"dateien-ideal-im-griff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pcsupporthuerzeler.ch\/?p=1990","title":{"rendered":"Dateien ideal im Griff"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 600 !important;\">Gel\u00f6schte Dateien sind meist nicht endg\u00fcltig verloren. Gewusst wie, lassen sie sich in vielen F\u00e4llen wiederherstellen. Beim sicheren L\u00f6schen muss man daher darauf achten, die richtige\u00a0Methode zu verwenden. Wir erkl\u00e4ren beides.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/shutterstock_2384309151_Apichatn_web_928f769402_640.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 500;\">\u00a9Shutterstock\/Apichatn<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Da passt man einmal nicht auf und schon sind Dateien auf dem eigenen Rechner m\u00f6glicherweise f\u00fcr immer verschwunden. Schnell kommt Panik auf, wenn wichtige Dokumente oder unersetzliche Familienfotos weg sind. Zum Gl\u00fcck sind die meisten Dateien unter Windows nicht unwiederbringlich verloren. In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie gel\u00f6schte Daten selbst wiederherstellen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im zweiten Teil des Artikels stellen wir zudem praktische Tools vor, mit denen Sie Dateien so vernichten, dass niemand mehr an Ihre Inhalte kommt. Das ist beispielsweise essenziell, wenn Sie einen alten Computer weiterverkaufen oder verschenken wollen. Der neue Besitzer soll schliesslich nicht in Ihren Daten st\u00f6bern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_1_web_a83773136d_640.jpg\" width=\"456\" height=\"527\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 1: Die erste Anlaufstelle f\u00fcr verlorene Dateien ist der Papierkorb<\/p>\n<h5>So l\u00f6scht Windows Daten<\/h5>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber lassen Sie uns zuerst auf die Frage eingehen, wie Windows Daten l\u00f6scht. Das ist entscheidend f\u00fcr eine erfolgreiche Wiederherstellung. Aus Effizienzgr\u00fcnden entfernt Windows gel\u00f6schte Dateien n\u00e4mlich nicht sofort. Stattdessen verschiebt es sie zun\u00e4chst nur in den Papierkorb.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Daher sollten Sie dort auch als Erstes nachsehen, wenn Sie Dateien vermissen. Sie finden den Papierkorb meist oben links auf dem Desktop Ihres Windows-Rechners. Ist dort keine Verkn\u00fcpfung zum Papierkorb vorhanden, klicken Sie auf\u00a0<em>Start<\/em>\u00a0und rufen\u00a0<em>Einstellungen<\/em>\u00a0auf. Wechseln Sie erst zu\u00a0<em>Personalisierung<\/em>, danach zu\u00a0<em>Designs<\/em>\u00a0sowie\u00a0<em>Desktopsymboleinstellungen<\/em>\u00a0und setzen Sie hier das H\u00e4kchen vor\u00a0<em>Papierkorb<\/em>, Bild 1. Das funktioniert sowohl unter Windows 10 als auch 11. Dateien, die Sie wiederherstellen wollen, ziehen Sie entweder mit dem Mauszeiger an die gew\u00fcnschte Stelle oder Sie klicken mit der rechten Maustaste darauf und w\u00e4hlen\u00a0<em>Wiederherstellen<\/em>\u00a0aus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Erst nach dem L\u00f6schen aus dem Papierkorb, wenn Sie ihn etwa per Rechtsklick geleert haben, entfernt Windows die Verweise auf die Dateien aus dem Dateisystem. Den bislang von der oder den Dateien belegten Speicherplatz markiert das Betriebssystem jetzt als wieder frei. Er kann mit neuen Daten \u00fcberschrieben werden. Bis das geschieht, bleiben die Dateien aber \u2013 allerdings eben ohne Verweise im Dateisystem \u2013 erhalten. Das gilt auch f\u00fcr das sogenannte \u00abendg\u00fcltige L\u00f6schen\u00bb unter Windows. Hier spart sich das Betriebssystem den Umweg \u00fcber den Papierkorb.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In vielen F\u00e4llen ist das Wiederherstellen der verschwundenen Dateien relativ leicht m\u00f6glich. Problematisch wird es nur dann, wenn seit dem L\u00f6schen neue Daten auf der Festplatte gespeichert wurden oder wenn Windows etwa eine Fragmentierung durchgef\u00fchrt hat. Letzteres macht es allerdings nur bei den herk\u00f6mmlichen magnetischen Festplatten (HDDs). Auf SSDs ist die Wiederherstellung aber aus einem anderen Grund schwieriger. Zur Steigerung der Leistung und Verl\u00e4ngerung der Lebensdauer verwenden SSDs den sogenannten \u00abTRIM\u00bb-Befehl. Er gibt Platz f\u00fcr neue Daten frei, indem er gel\u00f6schte Dateien mit Nullen \u00fcberschreibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beim Einsatz einer SSD und aktiviertem TRIM-Befehl sind die Chancen, Daten wiederherzustellen, daher minimal. Ob TRIM aktiv ist, erfahren Sie in einem Fenster der Windows-Eingabeaufforderung. Dr\u00fccken Sie\u00a0<em>Windowstaste+R<\/em>. Geben Sie\u00a0<strong style=\"font-weight: 800;\">cmd<\/strong>\u00a0und anschliessend den Befehl<strong style=\"font-weight: 800;\">\u00a0fsutil behavior query disabledeletenotify\u00a0<\/strong>ein, Bild 2.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ist das Ergebnis\u00a0<em>DisableDeleteNotify = 0<\/em>, dann ist TRIM aktiviert. Hier ist eine Wiederherstellung von Dateien in der Regel nicht mehr m\u00f6glich. Eventuell kann aber noch ein professioneller Datenrettungsdienst helfen. Deaktivieren sollten Sie den TRIM-Befehl \u00fcbrigens nicht, da dies die Lebensdauer der SSD verringern w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_2_web_9eb5ced599_640.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 2: Der Wert 0 bedeutet, dass diese SSD den TRIM-Befehl verwendet. Eine Rettung von gel\u00f6schten Daten wird damit nahezu unm\u00f6glich<\/p>\n<h5>Datenrettung mit Recuva<\/h5>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gute Erfahrungen haben wir bei der Rettung von gel\u00f6schten Daten mit Recuva gemacht. Sie finden das von den CCleaner-Machern angebotene Programm als Freeware unter dem Link\u00a0<a style=\"font-weight: 400;\" href=\"http:\/\/ccleaner.com\/de-de\/recuva\">ccleaner.com\/de-de\/recuva<\/a>. Dort gibt es auch eine Pro-Version f\u00fcr 25 Euro. F\u00fcr die reine Wiederherstellung von auf HDDs gel\u00f6schten Daten ist sie nicht n\u00f6tig. Die Installation von Recuva ist schnell erledigt. Klicken Sie zuletzt auf\u00a0<em>Run Recuva<\/em>, um das Tool zu starten. Ist es jetzt in englischer Sprache, klicken Sie unten rechts auf\u00a0<em>Cancel<\/em>\u00a0und danach auf\u00a0<em>Options<\/em>. W\u00e4hlen Sie bei\u00a0<em>Language<\/em>\u00a0den Eintrag\u00a0<em>Deutsch (German)<\/em>\u00a0aus. Best\u00e4tigen Sie mit einem Klick auf\u00a0<em>OK<\/em>\u00a0und starten Sie Recuva anschliessend neu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jetzt erscheint der Recuva Assistent in deutscher Sprache. Er hilft Ihnen bei der Konfiguration der gew\u00fcnschten Datenwiederherstellung. Bevor Sie weitermachen, schliessen Sie aber erst eine externe Festplatte an Ihren Rechner an, auf der Sie die wiederhergestellten Daten sp\u00e4ter sichern k\u00f6nnen. Der Grund: Wenn Sie diese auf derselben Festplatte speichern, auf der Sie Daten retten wollen, \u00fcberschreibt Windows m\u00f6glicherweise noch vorhandene Datenreste.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Starten Sie danach den Assistenten per Klick auf\u00a0<em>Weiter<\/em>. Er f\u00fchrt Sie in mehreren aufeinander aufbauenden Schritten durch die Wiederherstellung Ihrer Daten. Bei der ersten Frage geht es um den Dateityp. Wenn Sie nicht genau wissen, welche Dateien gel\u00f6scht wurden, belassen Sie die Vorauswahl auf\u00a0<em>Alle Dateien<\/em>, Bild 3. Das kann jedoch sehr lange dauern, weil das Rettungsprogramm nach allen m\u00f6glichen Dateiformaten suchen muss und sich nicht auf einige wenige, von Ihnen ausgew\u00e4hlte, konzentrieren kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_3_web_b3a4ebe8bc_640.jpg\" width=\"427\" height=\"205\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 3: \u00a0Die Option\u00a0<em>Alle Dateien<\/em>\u00a0sollten Sie in Recuva nur w\u00e4hlen, wenn Sie nicht genau wissen, welche Daten gel\u00f6scht wurden<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_4_cad2a81202_640.jpg\" width=\"425\" height=\"379\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 4: Grenzen Sie den fr\u00fcheren Speicherort f\u00fcr eine schnellere Wiederherstellung ein<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir empfehlen daher, sich auf bestimmte Dateiformate zu begrenzen und lieber mehrere gezielte Durchl\u00e4ufe zu machen. Wenn Sie etwa Ihre Urlaubsfotos retten wollen, w\u00e4hlen Sie\u00a0<em>Bilder<\/em>\u00a0aus, wenn es Ihnen um verloren gegangene Rechnungen geht, nehmen Sie\u00a0<em>Dokumente<\/em>\u00a0und so weiter. Klicken Sie anschliessend auf\u00a0<em>Weiter<\/em>. Die n\u00e4chste Entscheidung hat ebenfalls einen grossen Einfluss auf die Dauer der Wiederherstellung. Wenn Sie noch wissen, an welcher Stelle die gel\u00f6schten Dateien gespeichert waren, w\u00e4hlen Sie sie etwa\u00a0<em>An einem bestimmten Ort<\/em>,\u00a0<em>In eigenen Dateien\u00a0<\/em>oder auch\u00a0<em>Im Papierkorb<\/em>\u00a0aus, Bild 4.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach einem erneuten Klick auf\u00a0<em>Weiter<\/em>\u00a0ist Recuva bereit, mit der Datenrettung zu beginnen. Optional bietet das Programm noch eine\u00a0<em>Tiefensuche<\/em>\u00a0an. Beim ersten Durchlauf sollten Sie darauf verzichten, da sich die Suchzeit dadurch erheblich verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_5_7d1be03c6d_640.jpg\" width=\"428\" height=\"382\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 5: Verzichten Sie beim ersten Durchlauf auf die\u00a0<em>Tiefensuche<\/em>, da sie l\u00e4nger dauert<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei einer normalen Suche pr\u00fcft Recuva die Festplatte nach als \u00abgel\u00f6scht\u00bb markierten Dateien. Das geht relativ schnell. Bei der\u00a0<em>Tiefensuche<\/em>\u00a0kontrolliert das Programm dagegen die gesamte Festplatte Sektor f\u00fcr Sektor, Bild 5. Damit lassen sich auch schwer besch\u00e4digte Dateien wiederherstellen. Aber das dauert eben. W\u00e4hrend etwa eine normale Suche auf einer 500 GB grossen HDD nur ein paar Minuten dauert, k\u00f6nnen es bei der\u00a0<em>Tiefensuche<\/em>\u00a0mehrere Stunden sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die eigentliche Suche erledigt Recuva in mehreren Phasen, Bild 6. Zuerst sucht es nach gel\u00f6schten Dateien, danach analysiert es die Sch\u00e4den und zuletzt pr\u00fcft es die noch vorhandenen Dateiinhalte. Anschliessend zeigt das Programm eine \u00dcbersicht der gefundenen Dateien und Fragmente. Hier w\u00e4hlen Sie die Dateien aus, die Sie im n\u00e4chsten Schritt wiederherstellen wollen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_6_cf57b4a701_640.jpg\" width=\"451\" height=\"224\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 6: Recuva sucht in drei aufeinander aufbauenden Phasen nach Datenresten auf der Festplatte<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei der Suche nach Bildern kann es vorkommen, dass Recuva nur Miniansichten zeigt. Klicken Sie in einem solchen Fall mit der rechten Maustaste in das grosse Feld und w\u00e4hlen Sie erst\u00a0<em>Ansicht<\/em>\u00a0und danach\u00a0<em>Listen Ansicht<\/em>\u00a0aus, Bild 7. Dadurch sortiert Recuva die Ergebnisse in einer Detailansicht, wie man sie aus dem Datei-Explorer von Windows kennt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_7_web_8ed5b43f0a_640.jpg\" width=\"544\" height=\"387\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 7: Per Rechtsklick wechseln Sie von Miniansichten zur Detailansicht<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die\u00a0<em>Listen Ansicht<\/em>\u00a0zeigt farbige Punkte vor jeder gefundenen Datei. Gr\u00fcn bedeutet, dass die Chancen f\u00fcr eine erfolgreiche Wiederherstellung sehr hoch sind. Gelb steht f\u00fcr eine mittlere Chance und Rot f\u00fcr eine geringe Chance, w\u00e4hrend Grau bedeutet, dass definitiv keine Wiederherstellung m\u00f6glich ist. Markieren Sie alle Dateien, die Sie retten wollen, und klicken Sie danach unten rechts auf den Punkt\u00a0<em>Wiederherstellen<\/em>, Bild 8.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_8_web_cfcd508103_640.jpg\" width=\"551\" height=\"370\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 8: Anhand der farbigen Punkte erkennen Sie, ob sich ein Rettungsversuch lohnt<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_9_web_069e00d5e0_640.jpg\" width=\"266\" height=\"392\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 9: Verwenden Sie als Rettungsziel ein anderes (externes) Laufwerk<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun w\u00e4hlen Sie die zuvor angeschlossene externe Festplatte als Ziel f\u00fcr die wiederhergestellten Daten aus. Best\u00e4tigen Sie mit\u00a0<em>OK<\/em>, Bild 9. Recuva stellt die ausgew\u00e4hlten Dateien wieder her und speichert sie am gew\u00fcnschten Ort. Wenn Sie den Suchlauf anschliessend mit anderen Einstellungen wiederholen wollen, klicken Sie in Recuva auf\u00a0<em>Erweiterte Einstellungen<\/em>\u00a0sowie\u00a0<em>Einstellungen<\/em>\u00a0und danach auf dem Reiter\u00a0<em>Allgemein<\/em>\u00a0auf die Schaltfl\u00e4che\u00a0<em>Assistenten starten<\/em>.<\/p>\n<h5>Dateien l\u00f6schen<\/h5>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie Sie gesehen haben, lassen sich vertrauliche Dateien unter Windows mit Bordmitteln nicht garantiert l\u00f6schen. Daf\u00fcr ben\u00f6tigen Sie ein Tool wie das Open-Source-Programm Eraser (Download unter dem Link\u00a0<a style=\"font-weight: 400;\" href=\"http:\/\/eraser.heidi.ie\/download\">eraser.heidi.ie\/download<\/a>). Statt zu entfernende Dateien einfach nur in den Papierkorb zu verschieben oder die Verweise darauf zu l\u00f6schen, \u00fcberschreibt Eraser sie mehrfach mit zuf\u00e4lligen Daten. Eine Wiederherstellung ist danach nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach der Installation des Tools \u00f6ffnen Sie den Datei-Explorer von Windows und klicken mit der rechten Maustaste auf eine Datei, die Sie sicher l\u00f6schen wollen. W\u00e4hlen Sie erst\u00a0<em>Eraser<\/em>\u00a0und anschliessend\u00a0<em>Erase<\/em>\u00a0aus. Best\u00e4tigen Sie mit\u00a0<em>Yes<\/em>, um die Datei unwiderruflich von der Festplatte zu putzen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Standardm\u00e4ssig verwendet Eraser die Gutmann-Methode, um eine Datei sicher zu entfernen. Dabei wird sie bis zu 35-mal mit zuf\u00e4lligen Daten \u00fcberschrieben. Das ist meist nicht n\u00f6tig. Drei Durchg\u00e4nge reichen nach Ansicht von Sicherheitsexperten normalerweise aus. \u00d6ffnen Sie Eraser, um die Einstellung zu \u00e4ndern. Klicken Sie auf\u00a0<em>Settings<\/em>\u00a0und w\u00e4hlen Sie bei\u00a0<em>Default file erasure method\u00a0<\/em>zum Beispiel den Eintrag\u00a0<em>US DoD 5220.22-M<\/em>\u00a0aus, bei dem drei Durchg\u00e4nge vorgesehen sind, Bild 10. Beim ersten wird die Datei mit Nullen \u00fcberschrieben, beim zweiten mit Einsen und beim dritten mit zuf\u00e4lligen Werten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_10_web_e348fd1ddd_640.jpg\" width=\"483\" height=\"268\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 10: Standardm\u00e4ssig \u00fcberschreibt Eraser zu l\u00f6schende Dateien bis zu 35-mal. Drei Durchg\u00e4nge reichen aber meist aus<\/p>\n<h5>Ganze Festplatte l\u00f6schen<\/h5>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zum sicheren L\u00f6schen einer kompletten Festplatte verwenden Sie das bootf\u00e4hige System Darik\u2019s Boot and Nuke (abgek\u00fcrzt DBAN). Den Download finden Sie unter\u00a0<a style=\"font-weight: 400;\" href=\"http:\/\/sourceforge.net\/projects\/dban\">sourceforge.net\/projects\/dban<\/a>. \u00dcbertragen Sie die he\u00adruntergeladene ISO-Datei mit einem Tool wie BalenaEtcher (<a style=\"font-weight: 400;\" href=\"http:\/\/etcher.balena.io\/\">etcher.balena.io<\/a>) oder Rufus (<a style=\"font-weight: 400;\" href=\"http:\/\/rufus.ie\/de\">rufus.ie\/de<\/a>) auf einen freien USB-Stick und booten Sie damit den Computer, dessen Harddisk Sie sicher l\u00f6schen wollen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong style=\"font-weight: 800;\">Tipp:\u00a0<\/strong>Eventuell ist das Booten von Sticks und externen Laufwerken in Windows deaktiviert. Daher m\u00fcssen Sie beim Rechnerstart entweder in das BIOS gelangen oder ein spezielles Startmen\u00fc f\u00fcr die Boot-Reihenfolge aufrufen. Die passenden Tasten oder Kombinationen blendet das System in der Regel beim Rechnerstart am unteren Bildrand ein. Hilfe bietet auch das PC-Handbuch.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach kurzer Zeit erscheint das DBAN-Men\u00fc, Bild 11. Dr\u00fccken Sie\u00a0<em>Enter<\/em>, um den interaktiven Modus auszuw\u00e4hlen. W\u00e4hlen Sie durch Dr\u00fccken der\u00a0<em>Leertaste<\/em>\u00a0die Festplatte aus, die DBAN \u00fcberschreiben soll. Wenn mehrere HDDs enthalten sind, achten Sie peinlich genau darauf, die richtige auszuw\u00e4hlen, Bild 12. Hilfreich ist meist die Gr\u00f6sse der Platte. Dr\u00fccken Sie anschliessend\u00a0<em>F10<\/em>, um mit dem sicheren L\u00f6schen zu beginnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong style=\"font-weight: 800;\">Achtung:<\/strong>\u00a0Verwenden Sie DBAN nicht mit einer SSD, da es die Lebensdauer reduziert. Wenn Sie eine SSD l\u00f6schen wollen, besuchen Sie die Webseite des Herstellers und suchen Sie dort nach passenden SSD-Tools. So bietet zum Beispiel Seagate mit SeaTools Bootable (<a style=\"font-weight: 400;\" href=\"http:\/\/seagate.com\/de\/de\/support\/downloads\/seatools\">seagate.com\/de\/de\/support\/dow-nloads\/seatools<\/a>) eine solche Software an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_11_web_573d26c2bf_640.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 11: Dr\u00fccken Sie\u00a0<em>Enter<\/em>\u00a0im Boot-Men\u00fc von Darik\u2019s Boot and Nuke, um anschliessend die komplette Festplatte sicher zu l\u00f6schen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.ebnermediagroup.de\/pctipp_de\/Bild_12_bd30857e3b_640.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 300;\">Bild 12: Markieren Sie die zu l\u00f6schende Festplatte mit der\u00a0<em>Leertaste<\/em>\u00a0und dr\u00fccken Sie danach\u00a0<em>F10<\/em>. Achten Sie genau darauf, die richtige Festplatte auszuw\u00e4hlen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gel\u00f6schte Dateien sind meist nicht endg\u00fcltig verloren. Gewusst wie, lassen sie sich in vielen F\u00e4llen wiederherstellen. Beim sicheren L\u00f6schen muss man daher darauf achten, die richtige\u00a0Methode zu verwenden. 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